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NACHHALTIGKEIT

IMKER DANIEL GÖTZ MIT SEINEN BIENEN AUF DEM DACH DES STAATSTHEATERS

„Kultur muss sich vor dem ihr immer naheliegenden Impuls zur Hybris hüten, sie sei selbst schon eine Antwort auf die Menschheitsfrage der Nachhaltigkeit. Zwar ist nach einem weiteren Kulturbegriff alles menschliche Handeln kulturell und muss – bei Strafe des Untergangs – nachhaltig werden, aber Kultur ist nicht schon eine Lösung, sondern ein Feld, in dem Lösungen erst gefunden werden müssen.” Dieter Haselbach 2011

Was aber ist Nachhaltigkeit?

Sie „ist der Erhalt eines Systems bzw. bestimmter Charakteristika eines Systems, sei es die Produktionskapazität des sozialen Systems oder des lebenserhaltenden ökologischen Systems. Es soll also immer etwas bewahrt werden zum Wohl der zukünftigen Generationen.“ Bernd Klauer

Erste Schritte auf dem Weg zum nachhaltigen STAATSTHEATER sind gemacht. Energiesparende Leuchtmittel werden überall dort, wo es möglich ist, eingesetzt. Auf dem Dach des STAATSTHEATERS stehen Bienenstöcke, unser FOYER wird tagsüber von Studenten als Lernort TheaBib & Bar genutzt, unsere Betriebsfahrzeuge werden bei Neuanschaffungen auch unter dem Aspekt des geringsten CO2-Ausstoßes ausgewählt. Schließlich verarbeiten die Bruchsaler Werkstätten für Menschen mit Behinderungen unsere Werbebanner zu Taschen, die Sie bei uns kaufen können. Sie sehen also, wir haben schon etwas unternommen, wir wissen aber, da kann und muss noch viel mehr geschehen.

Bei der Suche nach dem, was wir weiter verbessern können, wurde schnell klar, dass wir das vielfältige und manchmal auch chaotische System STAATSTHEATER in seinem Handeln und Wirken erfassen und darstellen müssen. Wir benötigen einen Zustandsbericht, der aussagekräftig feststellt, wo wir stehen, und uns somit zeigt, welch weiterer Handlungsbedarf besteht. Zur Erstellung gibt es international anerkannte Richtlinien der GRI (Global Report Iniative). Wir haben uns entschieden, das STAATSTHEATER jährlich in einem Nachhaltigkeitsbericht abzubilden. Ohne Hilfe von Experten ist dies nicht möglich, deswegen haben wir uns an Annett Baumast gewandt. Die anerkannte Expertin hat Lehraufträge unter anderem am KIT Karlsruhe, an den Universitäten Konstanz und Mannheim, an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur und der Kalaidos Fachhochschule in Zürich, berät die DTHG NACHHALTIGKEIT 157 (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft) und nun auch das STAATSTHEATER.

Nach unserem Wissen sind wir damit bundesweit das erste öffentlich getragene Theater, das einen vollständigen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt und finanziert dieses Pilotprojekt. Herzlichen Dank!

Wenn wir unsere Arbeit gut machen, erwartet Sie im Sommer 2016 nicht nur unser nächstes Spielzeitheft, sondern auch der erste Nachhaltigkeitsbericht des STAATSTHEATERS.