Zur mobilen Version

Navigation einblenden

LA VOIX HUMAINE – DILARA BAŞTAR

Monooper von Francis Poulenc. Szenische Einrichtung.

Dauer: 1h 45, 1 Pause 

VORSTELLUNGSÄNDERUNG
21.06.2016 KLEINES HAUS

LA VOIX HUMAINE – DILARA BAŞTAR

Foto: Felix Grünschloß

Eine Frau telefoniert mit ihrem Geliebten. Telefoniert? Nein, sie kämpft mit allen Mitteln um den Mann, der sie verlassen hat. Am Ende macht sie ihre erpresserische Drohung wahr und erdrosselt sich mit der Telefonschnur.

Als Jean Cocteaus La voix humaine 1930 an der Pariser Comédie Francaise uraufgeführt wurde, gab es einen Skandal. Cocteau tat, als ginge es rein um das Experiment, ein Stück über das neue Medium Telefon zu schreiben und die Art, wie es Kommunikation und Kunst verändert. Man bekommt immer nur Fetzen des Gesprächs mit und muss sich den Rest dazu denken. Das Publikum dachte sich aber etwas völlig Anderes. „Sie telefonieren mit sich selbst“, rief es provokant dazwischen.
Für Francis Poulenc war das ein gefundenes Fressen. Er konnte sich nicht nur emotional mit seinem Freund Cocteau identifizieren. Die Dialoglücken ließen auch viel Raum für Musik, der Realismus der Situation schrie nach musikalischen Brechungen. Der breite Emotionsradius der Heldin gab ihm Gelegenheit, mit den Möglichkeiten seines Lieblingsinstruments, der menschlichen Stimme, zu experimentieren. 1959 wurde seine Monooper an der Opéra-comique uraufgeführt.

Abgerundet wird der Abend mit fein ausgehörten Liedern des deutsch-amerikanischen Komponisten Charles Martin Loeffler(1861–1935), einem Rastlosen mit abenteuerlicher Biografie zwischen Berlin, Kiew, Elsass, Ungarn, Schweiz, Paris und Massachusetts, dessen Herz französisch schlug und dessen Ohren impressionistisch hörten.

Christine Hübner wird den Abend inszenieren und stellt sich damit als Regisseurin im KLEINEN HAUS vor. Für unser Ensemblemitglied Dilara Baştar die ideale Gelegenheit, die große Bandbreite ihres Mezzos sowie ihre darstellerische Begabung im kammermusikalischen Rahmen zu zeigen.

Dilara Baştar Mezzosopran
Christopher Basile Tänzer 
Steven Moore Klavier
Christoph Klein Bratsche

Christine Hübner Inszenierung
Manuel Kolip Ausstattung
Pascal Paul-Harang Sprachcoach & Übertitel
Raphael Rösler Dramaturgie

Navigation einblenden