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1915: AGHET – DIE VERNICHTUNG

Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft

22.11.–12.1. MITTLERES FOYER
EINFÜHRUNG ZUR ERÖFFNUNG
am 22.11. ca. 13.45 Uhr mit Kurator Dipl.-Ing. Giorgio Bavaj
ARMENIEN FESTIVAL VERGISSMEINNICHT

1915: AGHET – DIE VERNICHTUNG

Der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich begann am 24. April 1915 mit der Verhaftung von 235 Intellektuellen – praktisch der gesamten armenischen Elite – in Konstantinopel. Mit unvorstellbarer Grausamkeit wurden in den folgenden Jahren über eine Million Armenier getötet, zwei Drittel der armenischen Bevölkerung. Die meisten Überlebenden gingen ins Exil. Am 31. August 1915 erklärte Innenminister Talat Bey vor deutschen Diplomaten: „Die armenische Frage existiert nicht mehr“. Ein Vierteljahrhundert später kündigte Adolf Hitler Offizieren der Wehrmacht die Vernichtung der polnischen Bevölkerung an: „Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“ Das war am 22. August 1939, am Vorabend des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust. Der Völkermord war vergessen.
Die Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft arbeitet gegen das Vergessen. In Dokumenten, Fotos u. a. von Armin T. Wegner und Augenzeugenberichten u. a. des evangelischen Theologen Dr. Johannes Lepsius beleuchtet sie die Vorgeschichte, die Geschehnisse im Ersten Weltkrieg, das Überleben im Exil und den Kampf um die Anerkennung der Massaker als Völkermord. Heute ist er für die meisten Historiker eine Tatsache, viele Regierungen haben ihn anerkannt, zwischen der Türkei und der Republik Armenien ist er weiterhin die Streitfrage. Auf den 20 Tafeln kommen auch westliche Beobachter wie der Friedensnobelpreisträger Fridtjof Nansen, der deutsche Diplomat Hans von Wangenheim, der amerikanische Botschafter Henry Morgenthau und der evangelische Theologe Dr. Johannes Lepsius zu Wort, der in zwei Szenen von Die Kinder des Musa Dagh auftritt.

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Armenischen Gesellschaft
Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

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