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WILHELM TELL

von Friedrich Schiller

„Die alten Rechte, wie wir sie ererbt von unsern Vätern, wollen wir bewahren, nicht ungezügelt nach dem Neuen greifen.” Schillers Stück erzählt vom Freiheitskampf des Schweizer Volkes Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Rütlischwur „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern” setzt die Figuren erkennbar und bewusst in die Nähe der Fraternité-Forderungen der Französischen Revolution. Keines seiner Werke widmet sich so deutlich der Frage nach dem Recht auf Widerstand, thematisiert sowohl den individuellen Freiheitskampf seines Helden als auch den kollektiven des Volkes über soziale Grenzen hinweg. Und kaum eines enthält so viele geflügelte Worte und wurde in seiner Geschichte gleichermaßen für linke wie für rechte Propagandazwecke ausgeschlachtet. Aber welche Bedeutung kann dem Apfelschützen Tell, Gallionsfigur für den Aufbruch in eine neue Gesellschaftsordnung, im 21. Jahrhundert noch zugeschrieben werden?

Nach Die Räuber und Kabale und Liebe bringt das STAATSTHEATER nun Schillers letztes vollendetes Drama ins KLEINE HAUS. Solberg gewann 2007 mit Don Quijote den Kritikerpreis des Festivals Radikal Jung. Neben Arbeiten am Münchner Volkstheater, am Theater Basel, am Staatsschauspiel Dresden und am Schauspiel Stuttgart, wo er mit großem Erfolg Werther inszenierte, realisierte er Kurzfilm- und Serienprojekte. Als Spezialist für Klassiker, die er auf ihre Aktualität befragt, ist er in Karlsruhe seit seiner Inszenierung von Die Hermannsschlacht bekannt, mit der er die Spielzeit 2011/12 eröffnete.

REGIE Simon Solberg DRAMATURGIE Annalena Schott THEATERPÄDAGOGIK Verena Lany


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