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Fabio Martino

Fabio Martino

Foto: Friedrun Reinhold

Schon als Fünfjähriger hat er mit dem Klavierspielen begonnen; auf dem Instrument seiner Großmutter, einer Klavierlehrerin in Sao Paulo. Siebzehn Jahre später - nach einer harten Ausbildung an führenden Musikhochschulen in Brasilien und Deutschland - kaufte sich Fabio Martino seinen ersten eigenen Steinway-Flügel. Das Geld dafür hatte er sich mit dem Ersten Preis beim größten internationalen Pianisten-Wettbewerb Lateinamerikas der BNDES-Bank erspielt - 48.000 US-Dollar. Im Finale setzte er sich gegen einen 28-jährigen Japaner und einen 29-jährigen Russen durch.
Bereits ein Jahr später, 2011, gewann er in Deutschland den mit 10.000 Euro dotierten Ersten Preis im Klavierwettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft "Ton und Erklärung - Werkvermittlung in Ton und Wort". Denn Martino zieht nicht nur durch sein virtuoses Spiel in den Bann, er bezaubert sein Publikum auch durch südamerikanischen Charme, wenn er ihm seine Musik erklärt. Er gilt als frecher und zugleich aufgeschlossenster Herausforderer der internationalen Pianisten-Szene. Wie ein Markenzeichen trägt er stets eine handgebundene Fliege.
Als weiterer Meilenstein seiner Karriere ist 2013 sein Debütalbum mit Werken von Brahms, Schumann und der Welt-Ersteinspielung der 3. Klaviersonate von York Höller, sowie drei Etüden von Edino Krieger erschienen. Der Komponist Höller lobt sein "ausdrucksstarkes, kraftvolles, aber nie kraftmeierisches, feinfühliges, aber nie unklares, nicht zuletzt technisch perfektes Spiel". Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt in einer Konzertkritik: "Fabio Martino hat Beethovens 5. Klavierkonzert mit einem durchgreifenden, entschiedenen Gestaltungswillen, Genuss an gut liegenden, wohlklingenden Passagen und auch mit der nötigen Durchhaltekraft belebt."
Als Solist hat Fabio Martino international die Klavierkonzerte von Prokofjew, Rachmaninow, Beethoven, Bach, Schumann, Medtner, Bartók und viele Andere gespielt. Begleitet wurde er von großen Orchestern wie dem Orquestra Sinfonica Brasileira (OSB), dem Staatsorchester von Sao Paulo (OSESP), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Duisburger Philharmonikern u.v.a.
Seine Konzerte und Rezitale führen ihn regelmäßig in die großen Konzertsäle und zu den bekannten Festivals der Welt: Seoul Arts Center - Südkorea, Sala Sao Paulo, Cidade das Artes, Sala Cecilia Meireles – Brasilien,  Miami International Piano Festival und The Gilmore Festival – USA, Heidelberger Frühling, Norddeutscher Rundfunk und im Gasteig in München. Stets sind das Publikum und die Kritiker gleichermaßen beeindruckt.
Sehr beliebt sind auch seine Auftritte im Fernsehen z.B. in der Late-Night-Show im führenden Sender Brasiliens oder die Live-Radioaufnahmen z.B. des Klavierkonzert Nr. 5 von Villa-Lobos mit dem BBC Ulster Orchestra in Belfast.
Das erfolgreiche Konzertjahr 2015 wurde gekrönt durch 2 wichtige Auszeichnungen: Der Publikumspreis des Magazins „Revista Concerto“ in der Kategorie ‚Junge Talente’ und der Kritikerpreis „Entdeckung des Jahres“ für das Konzert Rhapsodie über ein Thema von Paganini von Rachmaninow mit dem Staatsorchester OSESP unter der Leitung von Marin Alsop in der Sala Sao Paulo.
Der Kritiker und Komponist Ronaldo Miranda nennt Fabio Martino bereits in einem Atemzug mit Nelson Freire, Alicia de Larocha, Martha Argerich und Vladimir Ashkenazy.

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