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NEWS 15/16

Abschied von Germinal Casado

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Das STAATSTHEATER trauert um seinen ehemaligen Ballettdirektor Germinal Casado, der gestern im Alter von 81 Jahren verstorben ist.Generalintendant Peter Spuhler stellt heraus, wieviel das STAATSTHEATER seinem Ehrenmitglied verdankt. „Unter seiner Direktion wurde das Karlsruher Ballett zu einem der meistbeachteten und aktivsten Ensembles in Deutschland. Er brachte seine Chorografien von hier aus in viele Teile von Europa, Asien und Amerika. Für ihn war der Tanz eine universelle grenzenlose Kunst, mit einer allgemein verständlichen Sprache für die Menschheit.“
„Germinal Casado hat nach seiner eigenen Tänzer-Karriere bei Béjart Großartiges in Karlsruhe aufgebaut, was niemand in dieser Art erwarten durfte. Er war ein Glücksfall für die Stadt und das STAATSTHEATER. Die Nachricht löst bei Vladimir Klos und mir große Betroffenheit aus. Ich bin mir sicher, dass viele Zuschauer ihn und seine Arbeit noch in sehr starker Erinnerung haben“, betont Ballettdirektorin Prof. Birgit Keil.

Zu tanzen begann Casado erst mit 18 Jahren. Sein Debüt gab er 1955 in der Kompanie „Grand Ballet du Marquis de Cuevas“. 1957 engagierte Maurice Béjart ihn für seine Kompanie „Ballet du XXe siècle“ als erster Solotänzer und Ausstatter. 1977 wurde Casado Ballettdirektor in Karlsruhe und leitete die Sparte bis 1998. In dieser Zeit kreierte er über 60 Ballette, die er nicht nur choreografierte, sondern auch ausstattete. Wegen seiner großen Verdienste für den Tanz erhielt er 1990 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

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